Qualitätssicherung

Referenzbereiche und Normalwerte

Die Beurteilung eines Laborergebnisses ist letztlich nur in Verbindung mit den jeweiligen laborspezifischen Referenz- und Normalwerten möglich. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass für dieselben Laborparameter von Labor zu Labor oft unterschiedliche Referenzbereiche gelten.

Es gibt nicht einen einzelnen Normalwert, sondern einen bestimmten Schwankungsbereich, innerhalb dessen alle Werte als normal gelten. Diesen Bereich nennt man Referenz- oder Normalbereich. Als normal werden solche Ergebnisse bezeichnet, die bei rund 96 Prozent aller gesunden Untersuchten gefunden werden. Oft sind Referenzbereiche alters- und geschlechtsabhängig. Auch die Zusammensetzung eines Referenzkollektivs kann die Verteilung von Messergebnissen beeinflussen. Die Verteilung der Messwerte ist deshalb nicht zwangsläufig Ausdruck einer Norm. Man verwendet deshalb heute meistens den Ausdruck "Referenz"- statt "Norm"-bereich.

Generell sollten Werte, welche die Grenzen über- bzw. unterschreiten, sorgfältig kontrolliert werden. Die Entscheidung hierüber treffen die behandelnden Haus- und Fachärzte.

Eines unserer Hauptanliegen ist die Beobachtung, Prüfung und Einführung neuer diagnostischer Verfahren in Bezug auf Sensitivität, Spezifität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit, um Sie als einsendenden Arzt gegebenenfalls auf effizientere Untersuchungsverfahren hinzuweisen und um Diagnosekosten zu senken. Im Bereich der klinischen Chemie ist der Trend zur Mechanisierung der Analytik so weit fortgeschritten, dass modernste Technologie es uns ermöglicht, bis zu 100 verschiedene Parameter bei weit über 500 Analysen in der Stunde zu bearbeiten, um die Analysenzeiten und die Zeitspanne bis zum Erhalt der Befunde für Sie deutlich zu verkürzen.