| Kurzform: | HBA1C |
| Mailbox-Kürzel: | HBA1C |
| Bevorzugtes Material: | EDTA-Vollblut |
| Alternativmaterial: | Hämolysat |
| Ausnahmematerial: | - |
| Erforderliche Kriterien: | Probenvolumen > 1500 µl Ausnahme: 1000 µl bei der Verwendung von Hämolysat. CAVE: keine Blutzucker-Hämolyselösung verwenden, sondern Spezialröhrchen und Kapillaren anfordern. |
| Einschränkungen/Interferenzen: | - |
| Methode: | HPLC (Kationen-Austauschchromatographie) |
| Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): | - |
| Umrechnungsfaktoren: | HbA1c (IFCC) = (HbA1c - 2.15)/0.915 |
| Referenzintervalle: | |
| Bemerkungen: | |
| Literatur / Quelle: | Biorad Variant II |
Erstellung eines Chromatogramms zur Bestimmung des HbA1c-Wertes.
Der HbA1c-Wert spiegelt die Güte einer Diabeteseinstellung wider, da der HbA1c-Anteil am Gesamt-Hämoglobin vom Glukosespiegel während der letzten ein bis zwei Monate sowie vom Alter der Erythrozyten bzw der Hämoglobin Halbwertszeit abhängt. Werte über 10 % weisen auf eine andauernde Über-, Werte unter 5 % auf eine andauernde Unterzuckerung hin.
Hämolytische Erkrankungen führen zu falsch niedrigen HbA1c Werten, eine Eisenmangelanämie pathologische Hämoglobine, HbF , carbamyliertes Hb (bei Niereninsuffizienz) führen zu erhöhten HbA1c Werten.
HbA1c Werte über 7,0-7,5% sollten zu therapeutischen Konsequenzen führen. Bei der Verlaufskontrolle sollte zwischen zwei Messungen ein Mindestabstand von 2 Wochen, besser von 4-6 Wochen liegen.
Nach Durchführung eines Glukose-Toleranztests liegen ab dem zehnten Tag erhöhte HbA1c-Spiegel vor, die sich erst nach 30 bis 60 Tagen wieder auf ihrem normalen Niveau einpendeln. Um den Erfolg von Änderungen der Insulintherapie kurzfristiger beurteilen zu können (ein bis drei Wochen), kann der Fructosamin-Test angewandt werden.