Fibrinogen

Kurzform: FIBR
Mailbox-Kürzel: FIBR
Bevorzugtes Material: Citrat-Vollblut
Alternativmaterial: Citrat-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: vollständig gefüllte Monovette (korrektes Mischungsverhältnis 9 Teile frisches venöses Blut, 1 Teil Trinatriumcitratlösung)
keine geronnenen Proben
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 21 (21 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 390 (390 mg/dl)
Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 300 (300 mg/dl)
Heparin: keine wesentliche Beeinflussung bis 2 U/ml
Methode: abgeleitetes Fibrinogen
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 60 mg/dl
Umrechnungsfaktoren: -
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen:  
Literatur/Quelle: Testanleitung HemosIL™ RecombiPlasTin, Instrumentation Laboratory München

Fibrinogen:

Aktivierung des extrinsischen Gerinnungssystems von Humanplasma durch Zugabe des standardisiert hergestellten Reagenzes RecombiPlasTin.

Klinische Bedeutung:

Fibrinogen, der Faktor I der Blutgerinnung, ist ein löslicher Eiweißkörper (Glykoprotein), der in der Leber gebildet wird. Erniedrigte Werte kommen bei schweren Lebererkrankungen wie der Zirrhose, bei Kachexie, nach schweren Operationen, fibrinolytischer Therapie sowie bei Verbrauchskoagulopathien vor. Fibrinogen ist ein Akute-Phase-Protein und kann zur Diagnostik von Entzündungen und Gewebsverletzungen genutzt werden. Stark erhöht ist der Fibrinogenwert auch bei Verschlussikterus und Cholestase.

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