Kalium

Kurzform: K
Mailbox-Kürzel: K
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, Urin (ohne Zusatz)
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl
Keine hämolytischen Proben
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl)
Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 2000 (2000 mg/dl)
Methode: ISE, indirekt
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 1,5 mmol/l
(Urin: 1,0 mmol/l)
Umrechnungsfaktoren:  
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen:  
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Kalium:

Quantitative Bestimmung von Kalium in Serum, Plasma und Urin mittels ionenselektiver Elektroden (ISE).

Klinische Bedeutung:

Kalium gehört – neben Natrium und Chlorid – zu den wichtigsten physiologischen Ionen und damit zu den am häufigsten bestimmten Elektrolyten. Es wird in erster Linie mit der Nahrung aufgenommen, im Magen-Darm-Trakt absorbiert und dann über die Nieren wieder ausgeschieden und ist in fast alle körperlichen Stoffwechselfunktionen involviert.

 

Bei Kalium handelt es sich um das wichtigste interzelluläre Kation mit entscheidender Relevanz für die Nerven- und Muskelaktivität. Ist der Kaliumspiegel erniedrigt, weist dies auf eine kaliumarme Ernährung hin, aber möglicherweise auch auf einen übermäßigen Kaliumverlust aufgrund von

  • Diarrhö,
  • anhaltendem Erbrechen
  • einer beschleunigten Ausscheidung über die Nieren,
  • oder Diuretikawirkung

ist er erhöht, so ist dies ein Indikator für

  • Dehydratation,
  • Schock,
  • schwere Verbrennungen,
  • diabetische Ketoazidose oder
  • renal bedingte Kaliumretention.

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