Alkalische Phosphatase EC 3.1.3.1

(Orthophosphorsäure-Monoester Phosphorhydrolase)

Kurzform: AP
Mailbox-Kürzel: AP
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Heparin-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl Serum/Plasma
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index I von 70 (70 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index H von 500 (500 mg/dl)
Lipämie: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index L von 2000 (2000 mg/dl)
Methode: Farbtest (IFCC-Methode)
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 1 U/l
Umrechnungsfaktoren: U/l = µkat/l x 60
µkat/l = U/l x 0,0167 (SI)
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen: Die Messung erfolgt bei 37° C.
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Alkalische Phosphatase:

Quantitative Bestimmung der alkalischen Phosphatase in Humanserum und -plasma mittels In-vitro-Test.

Klinische Bedeutung:

Von klinischer Relevanz sind insbesondere die Leber- Knochen- und Tumorphosphatasen.

 

Erhöhte Werte können auftreten bei:

  • alle Formen der Cholestase (insbesondere bei Verschlussikterus),
  • Morbus Pagetosteoblastischen Metastasen,
  • Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreose
  • Rachitis,
  • Osteomalazie,
  • Frakturen
  • maligne Tumoren (z.B. Seminom),
  • Wachstumsphasen
  • transienter Hyperphosphatasämie.

Erniedrigungen der AP Aktivität sind sehr selten und können auf eine hereditäre Hypophosphatasie oder z.B. eine Glucocorticoid induzierte Osteoporose hinweisen.

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