| Kurzform: | TRFE |
| Mailbox-Kürzel: | TRFE |
| Bevorzugtes Material: | Serum |
| Alternativmaterial: | Heparin-Plasma |
| Ausnahmematerial: | - |
| Erforderliche Kriterien: | Probenvolumen > 500 µl Kein EDTA- oder Citrat-Plasma verwenden |
| Einschränkungen/Interferenzen: | Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl) Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 1000 (1000 mg/dl) Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 500 (500 mg/dl) |
| Methode: | Immunologischer Trübungstest (CRM 470 Protein-Standardisierung) |
| Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): | 10 mg/dl (1,26 µmol/l) |
| Umrechnungsfaktoren: | mg/dl x 0,01 = g/l mg/dl x 0,126 µmol/l g/l x 100 = mg/dl µmol/l x 7,96 = mg/dl |
| Referenzintervalle: | s. Liste der biologischen Referenzintervalle |
| Bemerkungen: | |
| Literatur/Quelle: | Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim |
Quantitative in-vito-Bestimmung von Transferrin in Humanserum und -plasma mittels immunologischen Trübungstests.
Das Glykoprotein Transferrin mit einem Molekulargewicht von 79.570 Dalton besteht in zahlreichen Isoformen aus einem Polypeptidstrang mit zwei N-glykosidisch gebundenen Oligosaccharid-Ketten und ist das Eisentransportprotein im Serum. In Abhängigkeit vom Eisenbedarf bzw. -reserven kann seine Synthese in der Leber zur Kompensation quantitativ variiert werden, sodass bei Eisenmangel die Sättigung mit Transferrin ein ausgesprochen sensibler Indikator dafür ist, dass eine funktionelle Eisenverarmung vorliegt. Bei Speichereisenmangel ist der Wert von Ferritin erniedrigt, und wenn eine erniedrigte Transferrinkonzentration im Serum festgestellt wird (z. B. bei Entzündungen oder gelegentlich auch bei Ascorbinsäuremangel), kann bei Hyposiderämie Eisenmangel ausgeschlossen werden. Wird auf eine hereditäre Hämochromatose gescreent, ist mittels der Transferrinsättigung eine genauere Voraussage auf den homozygoten möglich als mit Ferritin. Bei Patienten mir Niereninsuffizienz ist die Behandlung einer Anämie mit Erythropoietin nur wirksam, wenn genügend Speichereisen vorhanden ist, was am effizientesten durch Transferrinsättigungsbestimmungen im Laufe der Behandlung kontrolliert werden kann. Zusammen mit Ferritin kann hiermit zudem bei Patienten mit chronischen Erkrankungen der Leber eine exakte Voraussage für den Abschluss einer Eisenüberladung getroffen werden. Die Laborgemeinschaft Hamburg verwendet ein Testverfahren, das auf dem Prinzip des immunologischen Agglutinationstests unter Zugabe von R1 (Puffer) und R2 (Anti-transferrin-Antikörper/NaCl) mit anschließender turbidimetrischen Messung basiert. Durch den Zusatz von PEG wird ein schnellerer Endpunkt ermöglicht sowie die Empfindlichkeit gesteigert.