Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH)

Kurzform: TSH1 (basal)
TSH2 (nach Stimulation)
Mailbox-Kürzel: TSH1
TSH2
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 1000 µl
Einschränkungen/Interferenzen: Der Test wird nicht beeinflusst durch Ikterus mit Bilirubin < 41 mg/dl
Hämolyse: Hb < 0,621 mmol/l bzw. < 1,0 g/dl)
Lipämie: Triglyceride < 1500 mg/dl
Biotin < 25 ng/ml (102 nmol/l)
Methode: Sandwich-Immunoassay
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 0,02 µIU/ml
Umrechnungsfaktoren: -
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen:  
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH):

Quantitative Bestimmung von TSH in Humanserum und -plasma mittels immunologischen In-vitro-Tests.

Klinische Bedeutung:

Das Glykoprotein TSH (Molekülmasse = 30.000 Dalton) setzt sich aus zwei Untereinheiten zusammen: Die in ihrer Amminosäuresequenz mit derjenigen des LH, FSH und hCG identische -Kette trägt speziesspezifische Informationen, während die -Untereinheit Träger der TSH-spezifischen immunologischen und biologischen Informationen ist. Es wird gebildet in spezifischen basophilen Zellen des Hypophysenvorderlappens und unterliegt einer zirkadianen Sekretionssequenz, und seine Freisetzung durch die Hypophyse stellt den zentralen Regulationsmechanismus der biologischen Schilddrüsenhormonwirkung dar. Darüber hinaus ist TSH stimulierend an allen Stufen der thyreoidalen Hormonbildung beteiligt und übt einen proliferativen Effekt aus. Das Bestimmungsverfahren fungiert als Eingangstest der Schilddrüsendiagnostik, und bereits minimale Konzentrationsvarianzen an freien Schilddrüsenhormonen bewirken eine um ein Vielfaches höhere gegensinnige Veränderung der TSH-Spiegel, sodass aufgrund der hohen Sensitivität und Spezifik besonders gut ein früher Nachweis bzw. Ausschluss von Störungen des zentralen Regelkreises zwischen Hypothalamus. Hypophyse und Schilddrüse erbracht werden kann. Der bei der Laborgemeinschaft Hamburg angewandte TSH-Elecsys-Test verwendet monoklonale, spezifisch gegen humanes TSH gerichtete Antikörper, wobei der Ruthenium-Komplex-markierten Antikörper als chimäres Konstrukt aus humanen und mausspezifischen Anteilen zum Einsatz kommt, sodass Störeinflüsse aufgrund von humanen Anti-Maus-Antikörpern weitestgehend vermieden werden können.

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