| Kurzform: | SP |
| Mailbox-Kürzel: | SP |
| Bevorzugtes Material: | 2 ml Serum |
| Alternativmaterial: | - |
| Ausnahmematerial: | - |
| Erforderliche Kriterien: | Probenvolumen > 500 µl Keine ikterischen Proben (Bilirubin > 3 mg/dl [51 µmol/l]) |
| Einschränkungen/Interferenzen: | Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 100 (100 mg/dl) Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 200 (200 mg/dl) |
| Methode: | Modifiziert nach Hillmann, Z. klin. Chem. u. klin. Biochem. 9 (1971) 273 |
| Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): | 0,5 U/l (0,01 µkat/l) |
| Umrechnungsfaktoren von mg/dl: | U/l x 0,0167 = µkat/l |
| Referenzintervalle: | s. Liste der biologischen Referenzintervalle |
| Bemerkungen: | |
| Literatur/Quelle: | Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim |
Bestimmung der prostataspezifischen sauren Phosphatase in Humanserum mittels eines In-vitro-Tests.
Die saure Phosphatase im Serum setzt sich aus fünf Isoenzymen zusammen, die in erster Linie aus den Erythrozyten, Thrombozyten, Zellen des retikuloendithelialen Systems in Milz und Leber, aus der Niere, aus den Knochen sowie aus Prostata-Epithelien stammen. Das Isoenzym 2, die prostataspezifischen saure Phosphatase, wird in der Prostata gebildet zwar nicht ausschließlich, aber doch zu einem überwiegenden Teil. Liegt ein progredientes und metastasierendes Prostatakarzinom vor, sind in der Regel neben einem Anstieg der gesamten sauren Phosphatase auch erhöhte Werte der prostataspezifischen sauren Phosphatase nachweisbar, die bei etwa 80 % dieser Patienten abhängig vom Stadium der Erkrankung sind: Die prozentuale Erhöhung hängt hierbei von der pathologischen oder klinischen Klassifizierung ab. Erhöhte Werte der sauren Phosphatase treten unter folgenden Umständen auf:
Die bei der Laborgemeinschaft Hamburg angewandte Bestimmungsmethode wurde nach der von Hillmann beschriebenen Methode modifiziert, die Aktivität der prostataspezifischen sauren Phosphatase wird durch Hinzugabe von 1,5-Pentandiol gesteigert.