Immunglobulin A

Kurzform: IgA
Mailbox-Kürzel: IgA
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Li-/Na-Heparin-Plasma, EDTA-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 1000 (1000 mg/dl)
Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 3000 (3000 mg/dl)
Methode: Immunologischer Trübungstest (CRM 470 Protein-Standardisierung)
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 5 mg/dl
Umrechnungsfaktoren: mg/dl x 0,01 = g/l      g/l x 6,25 = µmol/l
g/l x 100 = mg/dl      µmol/l x 0,16 = g/l
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen:  
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Immunglobulin A:

Quantitative In-vitro-Bestimmung von Immunglobulin A in Serum und Plasma mittels immunologischen Trübungstests.

Klinische Bedeutung:

Immunglobulin A, das einen Anteil von 13 % an den Plasmaimmunglobulinen innehat, schützt Haut und Schleimhäute gegen Mikroorganismen, bindet Toxine und entwickelt im Zusammenspiel mit Lysozym antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Es findet sich in den Körpersekreten, also in Schweiß, Speichel und Stuhl, dient so der Abwehr von lokalen Infektionen und hat eine hohe Relevanz bei der Bindung von Antigenen aus Nahrungsmitteln im Darm. Während es im Serum als Mono-, Di- und auch Trimer vorkommt, findet es sich in den Sekreten ausschließlich als Dimer, noch eine zusätzliche Kette (sekretorische Komponente) tragend. Eine erhöhte polyklonale Konzentration ist ein Indikator für

  • chronische Lebererkrankungen,
  • chronische Infektionen,
  • Autoimmunerkrankungen, z. B. rheumatoide Arthritis oder systemischer Lupus erythematodes,

Ist die Immunglobulin-A-Synthese vermindert, kann dies auf ein kongenitales Immundefizienzsyndrom (z.B. selektiver IgA-Mangel)hinweisen. Eine erniedrigte Konzentrationkann sekundär bei Proteinverlust-Gastroenteropathie, nephrotischem Syndrom und Verbrennungen auftreten

 

Bei klinischem Verdacht auf ein multiples Myelom sollte zusätzlich die Immunfixations-elektrophorese durchgeführt werden.

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