Immunglobulin M

Kurzform: IgM
Mailbox-Kürzel: IgM
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Li-/Na-Heparin-Plasma, EDTA-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 1000 (1000 mg/dl)
Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 3000 (3000 mg/dl)
Methode: Immunologischer Trübungstest (CRM 470 Protein-Standardisierung)
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 3 mg/dl
Umrechnungsfaktoren: mg/dl x0,01 = g/l
g/l x 1,03 = µmol/l
g/l x 100 = mg/dl
µmol/l x 0,971 = g/l
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen:  
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Immunglobulin M:

Quantitative In-vitro-Bestimmung von Immunglobulin M in Serum und Plasma mittels immunologischen Trübungstests.

Klinische Bedeutung:

Obwohl Immunglobulin M mit einem Molekülgewicht von 970.000 Dalton das größte Immunglobulin ist, beträgt sein Anteil an den Plasmaimmunglobinen lediglich 6%. IgM besteht in der Regel als pentamere Struktur.

 

Nach einer Infektion ist Immunglobulin M der erste Antikörper im Serum. Sobald die Infektion abgeklungen ist, sinkt sein Spiegel wieder.

Ein höherer IgM-Wert weist hierbei auf eine akute, ein höherer IgG-Wert auf eine bereits länger bestehende Infektion hin.

 

Ein erhöhter polyklonaler Spiegel von Immunglobulin M kann ein Indikator für

  • virale, bakterielle und parasitäre Infektionen,
  • primäre biliäre Lerberzirrohse
  • rheumatoide Arthritis,
  • Hyper-IgM-Syndrom

sein.

 

Eine gesteigerte Konzentration von monoklonalem Immunglobulin M kann auf eine Makroglobulinämie M.Waldenström (Immunozytom)hinweisen.

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