Immunglobulin E, gesamt

Kurzform: IgE
Mailbox-Kürzel: IgE
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Heparin-Plasma, EDTA-Plasma
Ausnahmematerial: Citrat-Plasma (Werte müssen um +10 % korrigiert werden)
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 1000 µl
Einschränkungen/Interferenzen: Der Test wird nicht beeinflusst durch Ikterus mit Bilirubin < 37 mg/dl
Hämolyse: Hb < 0,1 g/dl
Lipämie: Triglyceride < 2200 mg/dl
Methode: Sandwich-Immunoassay
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 0,10 IU/ml (0,24 ng/ml)
Umrechnungsfaktoren: IU/ml x 2,40 = ng/ml
ng/ml x 0,42 = IU/ml
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen: Keine OI/II-Leistung!
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Immunglobulin E:

Quantitative Bestimmung von Immunglobulin E in Serum und Plasma mittels immunologischen In-vitro-Tests.

Klinische Bedeutung:

Immunglobulin E kommt eine wichtige Funktion zu beim Schutz vor parasitären Infektionen sowie bei Allergien der Typ I Hypersensitivität, bei denen allergische Reaktionen unmittelbar nach Allergenkontakt ausgelöst werden. Hierbei kommt es zur Quervernetzung des zellmambranständigen Immunglobulins E aufgrund der Bindung des allergieauslösenden Antikörpers an sensibilisierte Mastzellen, in deren Folge die Zellen degranulieren und so Faktoren wie Histamin freigesetzt werden.

 

In der Regel weist das Serum eine ausgesprochen niedrige Immunglobulin-E-Konzentration von weniger als 0,001 % auf, zudem besteht eine Altersabhängigkeit: Bei der Geburt ist der Wert am niedrigsten, er steigt dann an und stabilisiert sich im Alter von fünf bis sieben Jahren..

 

Eine erhöhte Konzentration ist ein Indikator für

  • Heuschnupfen,
  • atopische Bronchitis sowie
  • Dermatitis,

wobei normale Werte hier nicht den Schluss zulassen, dass keine allergische Erkrankung vorliegt. Soll also zwischen einer atopischen und nicht atopischen Erkrankung unterschieden werden, ist das Heranziehen von anderen klinischen Befunden notwendig. Zudem kann es auch bei nicht-allergischen Krankheiten, wie z. B.

  • bronchopulmonale Aspergillose,
  • Wiskott-Aldrich-Syndrom,
  • Hyper-IgE-Syndrom,
  • IgE-Myelom sowie
  • parasitäre Infektionen,

zu einer erhöhten Serumkonzentration kommen.

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