| Kurzform: | HST |
| Mailbox-Kürzel: | HST |
| Bevorzugtes Material: | Serum |
| Alternativmaterial: | EDTA-Plasma, Li-, Na-Heparin-Plasma |
| Ausnahmematerial: | - |
| Erforderliche Kriterien: | Probenvolumen > 500 µl Kein Ammonium-Heparin! (s. Testprinzip) |
| Einschränkungen/Interferenzen: | Ikterus: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl) Hämolyse: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index H von 1000 (1000 mg/dl) Lipämie: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index L von 1000 (1000 mg/dl) |
| Methode: | Kinetischer UV-Test für klinisch-chemische Analysensysteme |
| Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): | 5 mg/dl (0,83 mmol/l) |
| Umrechnungsfaktoren von mg/dl: | mg/dl = mmol/l x 6,006 mmol/l = mg/dl x 0,167 (SI) Berechnung des Harnstoff-N (BUN) durch Multiplikation mit 0,46. |
| Referenzintervalle: | s. Liste der biologischen Referenzintervalle |
| Bemerkungen: | |
| Literatur/Quelle: | Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim |
Quantitative Bestimmung von Harnstoff/Harnstoff-N in Serum, Plasma und Urin mittels enzymatischen In-vitro-Tests (kinetischer UV-Test).
Das beim Abbau von Proteinen, Aminosäuren, Aminen, Purin- und Pyrimidinbasen entstehende Ammoniak wird unter Energieverbrauch in Leberzellen in Harnstoff umgewandelt.
Die Ausscheidung von Harnstoff erfolgt hauptsächlich renal.
Eine Einschränkung der glomerulären Filtrationsrate auf < 30 ml/min führt zu einem Anstieg der Harnstoffkonzentration. Erhöhte Werte werden ebenfalls bei hoher Eiweißzufuhr, erhöhtem Eiweißkatabolismus und Flüssigkeitsverlust festgestellt.
Bei Schwangeren werden physiologischerweise verminderte Konzentrationen gefunden.