| Kurzform: | G-EW |
| Mailbox-Kürzel: | G-EW |
| Bevorzugtes Material: | 2 ml Serum |
| Alternativmaterial: | 2 ml Heparin-, EDTA-Plasma |
| Ausnahmematerial: | - |
| Erforderliche Kriterien: | Probenvolumen > 500 µl |
| Einschränkungen/Interferenzen: | Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 21 (21 mg/dl) Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 650 (650 mg/dl) Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 1000 (1000 mg/dl) |
| Methode: | Biuret-Methode |
| Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): | 2 g/l |
| Umrechnungsfaktoren von mg/dl: | g/dl x 10 = g/l |
| Referenzintervalle: | s. Liste der biologischen Referenzintervalle |
| Bemerkungen: | |
| Literatur/Quelle: | Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim |
Quantitative Bestimmung des Gesamtproteins in Humanserum und -plasma mittels In-vitro-Test.
Die Synthese von Plasmaproteinen findet in erster Linie in der Leber, den Plasmazellen, den Lymphknoten, der Milz sowie im Rückenmark statt. Im Krankheitsfall kann nicht nur die Gesamtproteinkonzentration, sondern auch deren anteilige Zusammensetzung aus den einzelnen Fraktionen eine erhebliche Abweichung von den Normalwerten aufweisen. Hypoproteinämie kann folgende Ursachen haben:
Ihr Auftreten sollte in Fällen von schwerer Dehydration und Erkrankungen wie multiples Myelom im Verlauf beobachtet werden. Veränderungen im Anteil der Plasmaproteine sind ausschließlich auf eine der verschiedenen Proteinfraktionen zurückzuführen, die Gesamtproteinmenge weist dann oftmals keine Varianz auf. Als Index der Verteilung der Albumin- und Globulinfraktion findet häufig das A/G-Verhältnis Verwendung. Hier kommt es zu starken Veränderungen bei:
Die Gesamtproteinmessung dient der Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Leber-, Nieren oder Rückenmarkserkrankungen, aber auch Stoffwechsel- oder ernährungsbedingte Krankheiten könne so nachgewiesen und beobachtet werden.