CRP

C-reaktives Protein

Kurzform: CRP
Mailbox-Kürzel: CRP
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Li-/Na-Heparin-Plasma, EDTA-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 950 (950 mg/dl)
Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 1700 (1700 mg/dl)
Methode: Immunologischer Trübungstest (IFCC/CRM 470 Protein-Standardisierung)
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 0,3 mg/l (9,52 nmol/l)
Umrechnungsfaktoren: mg/l x 9,52 = nmol/l
mg/dl x 95,2 = nmol/l
mg/l x 0,1 = mg/dl
mg/dl x 10 = mg/l
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen:  
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

C-reaktives Protein:

Quantitative In-vitro-Bestimmung von CRP in Humanserum und -plasma mittels immunologischen Trübungstests.

Klinische Bedeutung:

C-reaktives Protein, das in der Leber synthetisiert wird und sich aus fünf identischen Polypeptidketten, welche einen Fünferring mit einem Molekulargewicht von 120.000 Dalton bilden, zusammensetzt, kann als das „klassische“ (und zugleich empfindlichste) Akute-Phase-Protein bei entzündlichen Reaktionen schlechthin bezeichnet werden. Im Verlauf inflammatorischer Prozesse erreicht seine Konzentration extrem schnell hohe Werte. Komplexiertes CRP aktiviert, beginnend bei C1q, das Komplement-System, danach wird dann die Opsonierung und Phagozytose eingedrungener Zellen initiiert, wobei die Hauptaufgabe des CRD in der Bindung und Detoxikation von endogenen toxischen Substanzen aus Gewebeschädigungen zu sehen ist.

Mithilfe von CRP-Bestimmungen können

  • systemische inflammatorische Prozesse (ausgenommen gewisse Arten von Entzündungen, wie z. B. SLE und Colitis ulzerosa) nachgewiesen,
  • die Behandlung bakterieller Infektionen mit Antibiotika eingeschätzt,
  • intrauteriner Infektionen mit einhergehendem vorzeitigem Blasensprung nachgewiesen,
  • zwischen aktiven und inaktiven Krankheitsformen mit einhergehenden Infektionen, z. B. Patienten mit SLE oder Colitis ulzerosa, unterschieden,
  • rheumatische Erkrankungen überwacht und die Einschätzung anti-inflammatorischer Therapien durchgeführt,
  • postoperative Komplikationen in einem frühen Stadium, z. B. infizierte Wunden, Thrombose oder Lungenentzündung, bestimmt sowie
  • zwischen Infektionen und der Abstoßung von Knochenmarkstransplantaten differenziert werden.

Von den unterschiedlichen Methoden, wie der Nephelometrie und der Turbidimetrie, kommt in der Laborgemeinschaft Hamburg ein Verfahren zur Anwendung, das auf dem Prinzip des immunologischen Agglutinationstests mit Reaktionsverstärkung durch Latex basiert.

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