| Kurzform: | CKMB |
| Mailbox-Kürzel: | CKMB |
| Bevorzugtes Material: | Serum |
| Alternativmaterial: | Heparin-Plasma, EDAT-Plasma |
| Ausnahmematerial: | - |
| Erforderliche Kriterien: | Probenvolumen > 500 µl |
| Einschränkungen/Interferenzen: | Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl) Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 20 (20 mg/dl) Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 600 (600 mg/dl) |
| Methode: | Immunologischer UV-Test für klinisch-chemische Analyensysteme |
| Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): | 3 U/l (0,05 µkat/l) |
| Umrechnungsfaktoren: | U/l x 0,0167 = µkat/l |
| Referenzintervalle: | s. Liste der biologischen Referenzintervalle |
| Bemerkungen: | |
| Literatur/Quelle: | Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim |
Quantitative Bestimmung des Creatin-Kinase- Isoenzyms MB in Humanserum und -plasma mittels In-vitro-Immuninhibitionstest.
Das dimere Enzym Creatin-Kinase kommt in vier verschiedenen Formen im menschlichen Körper vor, und zwar zum einen als mitochondriales Isoenzym, zum anderen als zytoplasmatische Isoenzyme CK-MM (Muskel-Typ), CK-BB (Hirn-Typ) sowie CK-MB (Myokard-Typ), wobei die Bestimmung von Letzterem ein wichtiger Bestandteil der Myokardischämie-Diagnostik ist, wie zum Beispiel bei Myokarditis oder akutem Herzinfarkt. Etwa drei bis acht Stunden nach dem Auftreten der Beschwerdesymptome wird CK-MB im Blut nachweisbar. Eine Differenzierung verschiedener Krankheitsbilder kann im Rahmen der Labordiagnostik von Gesamt-CK, Myoglobin und Troponin T sowie durch CK-Isoenzyme-Differenzierung erzielt werden. Da die Sensitivität einer CK-MB-Bestimmung vom Zeitpunkt der Probenentnahme abhängt, empfiehlt es sich, Folgebestimmungen durchzuführen.