| Kurzform: | CHE |
| Mailbox-Kürzel: | CHE |
| Bevorzugtes Material: | Serum |
| Alternativmaterial: | Heparin-Plasma, EDTA-Plasma |
| Ausnahmematerial: | - |
| Erforderliche Kriterien: | Probenvolumen > 500 µl |
| Einschränkungen/Interferenzen: | Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl) Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 850 (850 mg/dl) Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 1250 (1250 mg/dl) |
| Methode: | Farbtest für klinisch-chemische Analysensysteme |
| Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): | 35 U/l (0,58 µkat/l) |
| Umrechnungsfaktoren: | U/l x 0,0167 = µkat/l |
| Referenzintervalle: | s. Liste der biologischen Referenzintervalle |
| Bemerkungen: | |
| Literatur/Quelle: | Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim |
Quantitative Bestimmung der Cholinesterase in Humanserum und -plasma mittels In-vitro-Test.
Das Serumenzym Serumcholiniesterase (Pseudocholinesterase, Cholinesterase II oder SChE) findet sich in der Leber, im Herz, im Pankreas, in der weißen Hirnsubstanz und im Serum und ist zwingend von der Acetylcholinesterase aus Erythrozyten (EC 3.1.1.7, auch Cholinesterase I genannt) zu unterscheiden. Es besteht keine Kenntnis darüber, welche biologische Funktion die Cholinesterase innehat, gemessen als Index der Leberfunktion fungiert sie u.a. auch als Indikator für eine mögliche Insektizidvergiftung. Zudem lässt sich eine durch den langsamen Abbau des Muskelrelaxans verursachte verlängerte Apnoe vermeiden, wenn bei einem präoperativen Screening bei Patienten atypische Formen dieses Enzyms auffällig werden. Die Laborgemeinschaft Hamburg verwendet ein Bestimmungsverfahren, das auf der 1967 von Knedel und Böttger beschriebenen Methode basiert. Hiermit kann bei erniedrigten Cholinestrasewerten der Nachweis von
erbracht werden.