Cholesterin

Kurzform: CHOL
Mailbox-Kürzel: CHOL
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Heparin-Plasma, EDTA-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl Serum/Plasma
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 25 (25 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 700 (700 mg/dl)
Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 1250 (1250 mg/dl)
Methode: Enzymatischer Farbtest, CHOD-PAP-Methode
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 3 mg/dl
Umrechnungsfaktoren von mg/dl: mg/dl = mmol/l x 38,66
mmol/l = mg/dl x 0,0259 (SI)
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen: Referenzintervalle = klinische Interpretation nach den Empfehlungen der Europäischen Atherosklerose-Gesellschaft
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Anwendungszweck:

Quantitative Bestimmung von Cholesterin in Serum und Plasma mittels enzymatischen In-vitro-Tests.

Zusammenfassung:

Beim Cholesterin handelt es sich um ein Steroid mit einer sekundären Hydroxylgruppe in C3-Stellung, das in vielen Geweben, insbesondere in der Leber und der Darmwand, synthetisiert wird. Durch diese Neusynthese werden etwa drei Viertel des Cholesterins im Körper gebildet, der Rest wird durch die Nahrung aufgenommen. Der Test dient

  • als Screening auf ein atherogenes Risio,
  • der Diagnose und Behandlung von Lipid- und Lipoproteinstoffwechselstörungen.

Die Probenentnahme sollte vorzugsweise im Nüchternzustand (nach 9-12h Fasten) erfolgen,

jedoch sind postprandiale Änderungen wenig ausgeprägt.

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