Calcium

Kurzform: CA
Mailbox-Kürzel: CA
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Heparin-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index H von 1000 (1000 mg/dl)
Lipämie: keine wesentlich Beeinflussung bis zum Index L von 1000 (1000 mg/dl)
Methode: Photometrischer Farbtest für klinisch-chemische Analysensysteme
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 0,05 mmol/l (0,2 mg/dl)
Umrechnungsfaktoren von mg/dl: mmol/l = mg/dl x 0,249
mg/dl = mmol/l x 4.01
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen: Oxalat-, EDTA- und Citrat-Plasma nicht verwenden.
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Calcium:

Quantitative Bestimmung von Calcium in Serum, Plasma und Urin mittels In-vitro-Test.

Klinische Bedeutung:

Etwa 99 % des Calciumbestands eines Erwachsenen von gut einem Kilogramm (25.000 mmol) befinden sich als Calciumhydroxyapatit in den Knochen, d. h., dass nicht einmal 1 % im extraossären Interzellulär- bzw. Extrazellulär-Raum zu finden sind. Dieser Bestand von nur ca. 100 mmol steht in einem dynamischen Gleichgewicht mit dem schnell austauschbaren Knochencalcium. Calciumionen haben viele wichtige Funktionen im Körper, so wirken sie auf den Kontraktionsablauf von Herz und Skelettmuskel, sind relevant für die Funktion des Nervensystems, für die Blutgerinnung und die Knochenmineralisation. Im Plasma ist Calcium zu etwa 40 % an Eiweiß gebunden, ca. 10 % liegen als anorganische Komplexe vor, der Rest, das ionisierte Calcium, ist frei. Parathormon, Calcitriol und Calcitonin regulieren den Calciumhaushalt. Durch das Testverfahren sollen Calciumüberschuss bzw. -mangel diagnostiziert und im Verlauf kontrolliert werden. Ursachen und Symptome bei Hypocalcämie sind

  • latente oder manifeste Tetanie,
  • Osteomalazie, Rachitis
  • Fehlen bzw. Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus)
  • mangelnde Vitamin-D-Bildung,
  • nutritiver Vitamin D Mangel
  • Hypoalbuminämie

bei Hypercalcämie

  • primärer Hyperparathyreoidismus
  • osteolytische Knochenmetastasen bei Brust-, Schilddrüsen- Bronchialkarzinom, multiplem Myelom
  • Vitamin D induziert (z.B. Sarkoidose)
  • Vitamin D Überdosierung
  • Hyperthyreose
  • Immobilisation
  • familiäre hypokalziurische Hypokalziämie

Der Urintest wird durchgeführt, um zwischen einer Hyper- und einer Hypocalcurie zu unterscheiden und eine Nephrolithiasis abzuklären.

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