Albumin Photometrisch

Kurzform: ALBPH
Mailbox-Kürzel: ALBPH
Bevorzugtes Material: Serum
Alternativmaterial: Heparin- oder EDTA-Plasma
Ausnahmematerial: -
Erforderliche Kriterien: Probenvolumen > 500 µl
Einschränkungen/Interferenzen: Ikterus: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index I von 60 (60 mg/dl)
Hämolyse: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index H von 1000 (1000 mg/dl)
Lipämie: keine wesentliche Beeinflussung bis zum Index L von 1000 (1000 mg/dl)
Methode: Farbtest, BCG-Methode
Untere Nachweisgrenze (analytische Sensitivität): 2 g/l
Umrechnungsfaktoren: g/dl x 10 = g/l
g/l x 15,2 = µmol/l
Referenzintervalle: s. Liste der biologischen Referenzintervalle
Bemerkungen:  
Literatur/Quelle: Packungsbeilage Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Albumin:

Quantitative Bestimmung des Gesamtbilirubins in Serum und Plasma sowohl von Erwachsenen als auch von Neugeborenen.

Klinische Bedeutung:

Das Albumin macht etwa 55–65 % des gesamten Plasmaproteins aus und dient der Erhaltung des onkotischen Drucks, dem Transport und der Speicherung einer Vielzahl von Liganden sowie als Quelle für endogene Aminosäuren. Bindungspartner sind z. B. Bilirubin, Calcium, langkettige Fettsäuren, toxische Schwermetallionen sowie zahlreiche Medikamente. Eine erniedrigte Serumkonzentration kann starke pharmakokinetische Auswirkungen zur Folge haben und Hypokalziämien verursachen.

 

Der Hyperalbuminämie kommt – mit Ausnahme der Dehydratation – lediglich eine geringe diagnostische Bedeutung zu.

 

Eine Hypoalbuminämie kann bei zahlreichen Erkrankungen auftreten.:

  • beeinträchtigte Synthese entweder infolge einer Lebererkrankung oder aufgrund verminderter Proteinaufnahme,
  • erhöhter Katabolismus infolge einer Gewebeschädigung (schwere Verbrennungen) oder Entzündung,
  • Malabsorption von Aminosäuren (z.B. Crohn-Krankheit),
  • Proteinurie aufgrund eines nephrotischen Syndroms sowie
  • Proteinverlust über den Stuhl (neoplastische Erkrankung).

Nach oben